1985: Erfahrungen, wie ein Möbelabholmarkt ohne Warenwirtschaftssystem funktioniert
Digitale Werkzeuge und deren Möglichkeiten haben mich schon immer fasziniert. Nach Beendigung meiner Ausbildung zum Möbelkaufmann habe ich 1985 einen Möbelabholmarkt geleitet, der ohne Warenwirtschaftssystem, sondern mit der damals typischen "Preiszettel-Warenwirtschaft" gearbeitet hat: die Menge Preiszettel, die am Ausstellungsstück hingen, sollte der Menge des Stücks, die am Lager waren, entsprechen. Das konnte nicht gut gehen. Selten hat die "Preiszettel-Warenwirtschaft" gestimmt, es kam häufig zu langen Suchzeiten und frustrierten Kunden. Spaßfaktor für Mitarbeiter: =<0. Ich kämpfte für ein Warenwirtschaftssystem (die es damals schon gab), doch nichts passierte. Das Unternehmen, für das ich damals arbeitete, ist heute nicht mehr am Markt.
1988: Erfahrungen, wie ein Möbelabholmarkt mit Warenwirtschaftssystem funktioniert
Ab 1988 habe ich dann für ein Möbelunternehmen in Süddeutschland einen großen Abholmarkt nach Vorbild IKEA aufgebaut. Das Unternehmen setzte damals schon auf das Warenwirtschaftssystem MHS von SHD. Ergebnis: 90% der Ausstellungsware war am Lager immer verfügbar. Ware am Lager = Geld in der Kasse. Die Umsatzziele für das 1. Jahr wurden nach 3 Monaten erreicht und nach 12 Monaten zu 200% erfüllt. Heute ist dieses Unternehmen eines der größten umd Umsatz-stärksten Filialisten Deutschlands.
1993: Eigenes Küchenstudio eröffnet und vom ersten Computer für Küchen geträumt
1993 habe ich dann ein eigenes Küchenstudio eröffnet. Von Beginn an habe ich auf digitale Werkzeuge gesetzt und diese immer an den neuesten Stand der Technik angepasst. Von Softplan über Carat, KPS bis Winner: ich habe mit allen gearbeitet.
1998 hatte ich dann mit einem meiner größten Kunden (Küche über DM 120.000,00) ein AHA-Erlebnnis: an einem Donnerstag versagte sein teures Gaggenau-Eckkochfeld, und für Freitag erwartete er Gäste, für die er kochen wollte. Doch der Kundendienst der BSH konnte nicht mehr reagieren. Am Telefon kam dann ein Techniker der BSH auf die Idee, dass die Kindersicherung des Kochfelds aktiv sein könnte. Genaus das war´s dann auch.
Für mich unverständlich war, dass wegen dieses Problems extra ein Fahrzeug von Ravensburg nach Trossingen gefahren wäre, um das Problem zu lösen. In Zeiten, in denen schon damals Thyssen-Aufzüge in New York von Filderstadt ferngewartet wurden wünschte ich mir für solch banale Probleme eine digitale Lösung. In meinem Kopf entstand Deutschland´s erster Küchencomputer: henry.
Das Konzept von henry war: Bedienung nur durch Buttons, Features waren Unterhaltung, Kommunikation, Information, Smarthome, kein Zugriff auf das Betriebssystem. Wir sind sicher, Steve Jobs hat sich bei der Entwicklung seines iPhones (das erst später auf den Markt kam) ein bisschen was abgeschaut ;-).
Ab 1998: henry, der 1. Küchencomputer entsteht.

henry wurde von uns zusammen mit Mitarbeitern der FH Furtwangen und der LEICHT Küchen AG entwickelt. Wir haben dafür eine eigene Firma gegründet. Auf der Kölner Möbelmesse 2000 wurde henry auf dem Messestand der LEICHT Küchen AG der Öffentlichkeit vorgestellt. Der öffentliche Erfolg war phänomenal. Aufgrund des Erfolges habe ich 2001 mein Küchenstudio verkauft, mich mit unserem Team ganz auf henry konzentrieren zu können.
henry wurde Deutschland. in Österreich aber vor allem auch in der Schweiz gut platziert. Vor allem in der Schweiz und im Umland von Berlin und München wurde henry gut verkauft, aber eben nicht gut genug um zu wachsen. Deshalb haben wir das Projekt henry Ende 2004 eingestellt.
Ab 2005: Entwicklung von Internetprojekten für DER KREIS
Während unseres Projektes "henry" war ich für die Features und die Benutzeroberfläche verantwortlich. Durch die Mitarbeiter der FH Furtwangen erlernte ich das Programmieren von Websites und die grafische Gestaltung von Anwendungen und Websites. Genaugenommen ist dies nichts anderes als das Planen einer Küche: aus Einzelkomponenten entwirft man ein optisch ansprechendes, funktional auf die Bedürfnisse des Kunden angepasstes, repräsentatives "Werkzeug" für seinen Kunden. Wie das Planen von Küchen ist das Programmieren von Websites oder von Internetportalen eine Kombination von Handwerk und Design. Das ist genau mein Ding.
DER KREIS, Europas größte Verbundgruppe für Küchenspezialisten, suchte 2005 einen Internetspezialisten für seine Mitglieder. Ernst-Martin Schaible und ich verstanden uns sofort, und so entwarf ich eine Dienstleistung, über die Mitglieder von DER KREIS zu einer niedrigen, festen Monatspauschale eine eigene, individuell Homepage buchen konnten, die von DER KREIS und meinem Team auch optisch und inhaltlich aktuell gehalten wurde. Die Mitglieder von DER KREIS verfügten so über ein tolle Homepage, mit der sie keinerlei Aufwand hatten. Diese Dienstleistung, die 2005 entstand, wird bis heute von den Mitgliedern von DER KREIS rege genutzt.
Ab 2018: Konzeptionelle Entwicklung eines Betriebsorganisations- / Warenwirtschaftssystems für Küchenspezialisten
Ernst-Martin Schaible ist keine Internet-Koriphäe, aber er hat ein untrügliches Gespür für die Möglichkeiten einer Zeit sowie für das Machbare und das Notwendige. 2018 gab er mir deshalb den Auftrag, ein digitales Werkzeug zu konzipieren, durch das Küchenspezialisten den Arbeitsablauf in Ihrem Unternehmen deutlich verbessern konnten. Zunächst wurde als Titel "Warenwirtschaft" gewählt. Schnell war aber klar, dass Küchenspezialisten kein "Warenwirtschaftssystem" benötigen, sondern eine "Betriebsorganisationssoftware". Nach 5 Jahren konzeptioneller und auch produktiver Arbeit konnte Ernst-Martin Schaible seinen Mitgliedern auf dem Kongress in Kassel 2023 die weltweit erste Betriebsorganisationssoftware für Küchenspezialisten vorstellen: Küchendesk.
Und jetzt? Ich baue digitales Tools für Küchenspezialisten, Handwerker und Möbelhändler und berate diese gerne beim Thema "Digitalisierung".
Sind auch Sie auf der Suche nach einem Werkzeug, das Ihren Betriebsablauf verbessert oder Ihr Unternehmen im Internet professionell repräsentiert? Als Produzent und Berater für digitale Werkzeuge für Küchenspezialisten / Handwerker wie Homepages, Portale oder Betriebsorganisationssoftware bin ich in Deutschland, Österreich und der Schweiz jederzeit gerne für Sie da!
Ihr
Uwe Stockinger
Dies ist ein Planungsvideo, das mit eOpus erstellt wurde

